René Clemencic als Solist auf verschiedenen
Flöten
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FLAUTO MAGICO -- Musik vom Mittelalter bis zur Avantgarde für Gemshörner, Doppelflöten, Garkleinflötlein, Einhandflöte, mittelalterliche Flöten, Renaissance- und Barockblockflöten gespielt und kommentiert von René Clemencic. Programm: Provençalische und spanische Musik des Mittelalters, österreichische Musik des 13. Jh., italienische Musik des Manierismus, Tänze der Spätrenaissance, der Flöten Lusthof, Musik der Avantgarde Stichworte aus den Kritiken: San Francisco Chronicle: ... banquet of glorious sound ... dazzling display ... undoubted authenticity of style ... San Francisco Examiner: ... rich entertainment value -- incomparable breath control and a gift of erudite gab ... extreme dynamic contrasts ... |
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René Clemencic als Solist auf dem
Clavichord,
dem stillsten, ausdrucksvollsten und zartesten aller Tasteninstrumente
Das Clavichord ist wahrscheinlich das älteste Tasteninstrument mit Saiten. Es dürfte
bereits im 14. Jh. existiert haben. 1404 wird es erstmals in der Schrift "Minne Regel" des Eberhard
Cersne erwähnt. Als frühester Bildbeleg gilt die Darstellung auf einem Fresco von S. Giovanni
in Carbonara (Neapel), aus der Zeit um 1435. Das Clavichord ist im Prinzip ein mit Hebeltasten
versehenes mehrsaitiges Monochord. Am hinteren Ende der Tastenhebel befinden sich Metallplättchen,
die sogenannten Tangenten, die von unten gegen die Saiten schlagen und diese solange berühren,
wie die Taste nach unten gedrückt wird. So hat die Tangente die Doppelfunktion von Klangerreger
und Steg. Der so entstehende Ton ist naturgemäß sehr zart und leise, aber unerhört
flexibel, da der ständige Kontakt mit den Saiten ein äußerst nuancenreiches Spiel,
ja sogar ein Vibrato, die sogenannte Bebung, erlaubt, was bei keinem anderen Tasteninstrument
möglich ist. Bis ins 19. Jh. hinein war das Clavichord daher ein Lieblingsinstrument der
Komponisten (J.S. Bach u.a.) und des intimen Musizierens. Nach relativ rascher Gewöhnung
an den niedrigen Klangpegel, was auch eine meditative Komponente beinhaltet, ist man verzaubert
von diesem verinnerlichten Klangreichtum. Auch die Geräusche der Hebelmechanik werden rasch
toleriert und schließlich überhört.
| Programm I | "DOULCE MEMOIRE" -- Praeambeln, Deutsche Liedsätze, Französische Chansons, Italienische Madrigale und Motetten aus der Tabulatur des Johannes Waissel (1592) |
| Programm II | "WENN ICH GEDENCK DER STUND" -- Phantasien, Choräle, Souterliedekens, Französische Chansons, Madrigale, Motetten, Vilanellen, Neapolitanen, Passemezzen, Deutsche und Polnische Tänze, Gagliarden aus der Tabulatur des Johannes Waissel (1592) |
| Programm III | "ACH LIEB MIT LEID" -- Praeambeln, Lieder, Tänze und Motetten aus den Tabulaturen des Hans Judenkünig (1523) und Hans Neusiedler (1536) |
| Programm IV | "VENI IN HORTUM MEUM" -- Fantasias, Mutetas, Cantiones Germanicas, Italicas ac Gallicas, von Jean Richafort, Josquin des Pres, Orlando di Lasso, Jacques Arcadelt, Philippe Verdelot, etc. |
| Programm V | LUYS VENEGAS DE HENESTROSA, LIBRO DE CIFRA NUEVA (1557) -- Musik der spanischen Renaissance am Hofe Karl V. |
| Programm VI | ANTONIO DE CABEZON (1510-1565): GLOSAS, TIENTOS, HIMNOS, DIFERENCIAS |
| Programm VII | JOSQUIN DES PRES, SPLENDOR MUSICAE (ca 1440-1521) -- Intavolierungen von Marienmotetten durch ANTONIO DE CABEZON (1510-1565) |
| Programm VIII | FRANCESCO DA MILANO (1497-1543), RICERCARI E FANTASIE |
| Programm IX | AUS DEN TABULATUREN DES BASLER HUMANISTEN BONIFACIUS AMMERBACH (1495-1562) |
| Programm X | "DON LUYS MILAN" (Valencia 1535) -- FANTASIAS, TIENTOS, PAVANAS |
| Programm XI | "VICENZO CAPIROLA: COMPOSITIONE" (Brescia, um 1517) -- RICERCARI, PADUANEN, CHANSONS, MOTETTEN, FROTTOLE, Villancicos |
| Programm XII | "MOTETTEN, FROTTOLEN UND FRANZÖSISCHE CHANSONS AUS DER ST. GALLENER TABULATUR DES FRIDOLIN SICHER" (1490 - 1546) Josquin Desprez, Jean Mouton, Heinrich Isaac, Jacob Obrecht, Matthaeus Pipelare, Alexander Agricola, Bartolomeo Tromboncino) |
| Programm XIII | "GENUESER FANTASIEN DER FRÜHRENAISSANCE" -- GIOVANNI BATTISTA DELLA GOSTENA (ca. 1540 - 1598) |
| Programm XIV | "LUYS DE NARVÁEZ / DELPHIN DE MUSICA" (Valladolid, 1538) -- FANTASIAS, CANCIONES, DIFERENCIAS |
| Programm XV | "GUILLAUME MORLAYE" (Paris, ca. 1510-ca.1560) -- FANTAISIES, MOTETS, CHANSONS, MADRIGAUX, PAVANES & GAILLARDES |
| Programm XVI | "TABULATUR DES LEONHARD KLEBER" (1522) -- PRAEAMBULA, CARMINA, MOTETTEN (Paul Hofhaimer, Hans Buchner, Magister Othmar Nachtgal) |
| Programm XVII | "MUSICA DI CASTELL’ARQUATO" -- ITALIENISCHE MADRIGALE, MOTETTEN, PAVANEN & SALTARELLI des späten 16. Jahrhunderts |
| Programm XVIII | "DIE TABULATUR DES JOHANNES VON LUBLIN" (1540) -- PRAEAMBULA, MOTETTEN, MADRIGALE, CHANSONS. DEUTSCHE, ITALIENISCHE & POLNISCHE TÄNZE |
| Programm XIX | "MUSIK DER SPANISCHEN RENAISSANCE ENRIQUEZ DE VALDERRABANO / SILVA DE SIRENAS" (Valladolid 1547) |
| Programm XX | "MUSICA DI CASTELL'ARQUATO II" -- RICERCARI, MADRIGALE, MOTETTEN UND TÄNZE DER FLÄMISCHEN UND ITALIENISCHEN SPÄTRENAISSANCE |